Schützengesellschaft Marktleugast


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Chronik

Die Chronik der
Schützengesellschaft von 1960 e. V. Marktleugast




Schon vor dem 1. Weltkrieg Bestand in Marktleugast ein Schützenverein. Diese geriet aber in den Kriegswirren in vergessenheit. Da auch keine Vereinsaufzeichnungen mehr vorhanden waren, entschloss mann sich, 1960 einen neuen Schützenverein zu gründen.

Unser Schützenbruder Klaus Schott hat 2009 durch intensive Nachforschungen herausgefunden, dass der Schützenverein, wenn keine Neugründung erfolgt wäre, auf eine 110jährige Geschichte zurückblicken könnte. Da jedoch eine Neugründung erfolgte, fand am 23.03.1960 im "Cafe Irene" die Gründungssitzung statt.
Die Vorstandschaft dankt Klaus Schott nochmals recht herzlich für die mühevolle Nachforschungsarbeit.

Die "erste Vorstandschaft" bestand aus folgenden Mitgliedern:

1. Vorsitzender: Siegmund Hofmann
2. Vorsitzender: Adolf Vogel
Schriftführer: Alfons Prell
Kassier: Anton Pescher
1. Schützenmeister: Andreas Sesselmann
2. Schützenmeister: Friedbert Schott
3. Schützenmeister: Alfons Rieß
Ausschussmitglied: Manfred Hentschel
Ausschussmitglied: Wolfgang Schramm
Ausschussmitgied: Karl Heiß
Ausschussmitglied: Georg Kraus

Die ersten Schießversuche der "neuen Schützen" im Jahr 1960 fanden an einem Schießstand in einer Holzhütte statt. Im darauffolgenden Jahr wurde das 1. Hauptschießen und das Gründungsfest unter der Schirmherrschaft von Altlandrat Köstner mit insgesamt 109 Schützen abgehalten. Erster Schützenkönig wurde Alfons Rieß, der noch heute aktiv und erfolgreich bei den "Aufgelegt-Schützen" des Vereins schießt. Von Jahr zu Jahr etablierte sich der Verein immer mehr in der Marktgemeinde Marktleugast.

1964 wurde eine ältere RAD-Baracke der Größe 8 x 13 m für ca. 4.000,00 DM gekauft und auf dem Gelände des Vereinswirtes Siegmund Hofmann aufgestellt. In dieses neue behelfsmäßige Vereinsheim mit neun Schießständen mussten etwa 1000 Arbeitsstunden investiert werden,um den Mitgliedern (die Mitglieder-zahl betrug damals 80 Mitglieder) einen ordnungsgemäßen Schießbetrieb zu gewährleisten.

Anlässlich des 5jährigen Vereinsbestehens wurde 1965 ein Festabend im Vereinsheim abgehalten. Es fand erstmals ein Wettschießen der Ortsvereine statt. Sieger wurde die "Freiwillige Feuerwehr Mannsflur". Am Hauptschießen des Jahres 1965 nahmen 159 Schützen teil.

Am 23.04.1968 wurde der Verein unter der Bezeichnung "Schützengesellschaft von 1960 Marktleugast e.V." in das Vereinsregister beim Amtsgericht Kulmbach eingetragen. 1968 nahmen 223 Schützen am Hauptschießen teil. Der erste große Schützenfasching fand im "Braustübl" statt.

Die 10-Jahres-Feier fand 1970 im Saal "Schott" statt. Diese Jubiläumsfeier wurde finanziell von H.-J. Kaufmann (Chef der Storchenmühle) unterstützt, da eine große Anzahl seiner Beschäftigten im Schützenverein Mitglied waren. Die von Manfred Hentschel gestiftete Jubiläumsscheibe wurde von Siegfried Pilz erschossen. In den Jahren 1969/1970 wurden 78 Leistungsnadeln erschossen; 15 Jungschützen sind dem Verein beigetreten.

Die Schützengesellschaft erhielt von Jahr zu Jahr immer mehr Zuspruch bzw. Zulauf durch die schießbegeisterte Bevölkerung. Am Hauptschießen 1971 nahmen 270 Schützen teil. Diese Schützenbeteiligung wurde nie mehr erreicht.

Mit sechs Mannschaften stellten die Schützen Marktleugast (5 x Luftgewehr und 1 x Luftpistole) das größte Aufgebot im Gau-Nord-Ost bei den Rundenwettkämpfen.

Aber nicht nur positives, sondern auch negatives ist in der Chronik zu erwähnen. 1973 wurde in das Vereinsheim eingebrochen. Es entstand ein enormer Sach-schaden von ca. 2.000,00 DM.

Anlässlich des 15jährigen Bestehens des Vereins wurde 1975 eine Fahne angeschafft und kirchlich geweiht. Die Ehre der Fahnenbraut übernahm Andrea Röder.

1975 machte man sich erstmals Gedanken darüber, ob man ein Schützenhaus bauen sollte bzw. den Schießbetrieb in einem Sportzentrum zu integrieren, da die Baracke dem zunehmenden Schießbetrieb auf Dauer nicht mehr gewachsen war. Am 14.03.1976 wurde die Standortfrage für einen evtl. Neubau in der Gaststätte "Kosermühle" geklärt. Nachstehend einige Daten des damals geplanten Schützenhaus-Neubaus:

30.04.1976 Beschlussfassung über den Baubeginn
12.05.1976 Vermessungsantrag
16.05.1976 Bauflächen-Absteckung
15.07.1976 Planvergabe
28.07.1976 Erster Spatenstich
01.08.1976 Baubeginn
19.12.1976 Erbbauvertrag mit der Marktgemeinde

Die Planung für den Neubau wurde vom Architekturbüro Kudlich aus der Mannsflur übernommen. Nach drei Monaten Bauzeit feierte man das Richtfest im "Cafe Irene". Für den Innenausbau erbrachten die Schützenkameraden ca. 10.000 Stunden in Eigenleistung. Nach 15monatiger Bauzeit wurde das Schützenhaus fertiggestellt. Am 29.10.1978 erfolgte die erste Besichtigung durch die Vertreter der Gemeindeverwaltung. Das "alte Schützenhaus" (Baracke) hatte nun ausgedient und wurde daher dem damaligen Vereinswirt Siegmund Hofmann kostenlos überlassen. Die Möblierung des neuen Gebäudes wurde aus eigenen Mitteln finanziert.

Die Bewirtschaftung des Hauses erfolgte ehrenamtlich durch die Familien Korzendorfer, Rieß, Köhler und Suttner. Wegen der sehr guten gesellschaftlichen und sportlichen Voraussetzungen stieg 1979 die Mitgliederzahl auf 100 Schützen an.

Am 15.06.1980 erfolgte unter der Schirmherrschaft des damaligen Landrates Herbert Hofmann mit einem großen Zelt- und Festbetrieb die Schützen-hauseinweihung. Gleichzeitig wurde das 20jährige Jubiläum der Schützen gefeiert.

Neben dem regen Schießbetrieb kam auch die Geselligkeit im Schützenverein nicht zu kurz. Veranstaltungen verschiedenster Art fanden von Jahr zu Jahr im Schützenhaus statt. Um besonders den laufenden finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können, mussten immer mehr Veranstaltungen im Schützenhaus abgehalten werden.

1986 wurde der Schützenverein wieder mit "unangenehmen" Sachen belastet.
Das Dach des Hauses wurde großflächig durch ein Unwetter abgedeckt. Es entstand ein Schaden in Höhe von ca. 9.000,00 DM.

Trotz so mancher Widrigkeiten wurde 1987 der erste Mitgliederausflug nach Bamberg mit einem Abstecher in die Fränkische Schweiz unternommen. Ebenso nahm man an den Feierlichkeiten zur 800-Jahr-Feier der Basilika zu Marienweiher teil.

1990 entschloss man sich zur Anschaffung einer einheitlichen Vereinstracht. Um bei diversen Veranstaltungen besser gerüstet zu sein, wurde eine Musik- und Lautsprecheranlage angeschafft. Vom damaligen 1. Vorstand Friedbert Suttner wird eine Schützenkette für den "Herbstkönig" gestiftet.

Im Jahr 1990 wurde das Schützenhausdach wiederholt durch einen starken Sturm beschädigt.

Nachdem die Besucherzahlen des Schützenfestes in den letzten Jahren rückäufig waren, entschloss man sich durch die Vorstandschaft, das Fest in einem kleineren Rahmen abzuhalten.

Die Schießstände wurden in den nächsten Jahren auf den neuesten Stand gebracht und in eine "Bänderschieß-Anlage" umgebaut. Erste Renovie-rungsarbeiten am Schützenhaus wurden notwendig. Durch eine Geldspende von Mitglied Dietmar Schneider konnte ein neuer Außenanstrich finanziert werden.

Im Jahr 2000 feierten die Schützen ihr 40jähriges Jubiläum.

2001 wurde aufgrund auftretender Vereinsprobleme an einen Zusammenschluss mit den Schützen in Wüstenselbitz gedacht. Diese wurden jedoch zu aller Zufriedenheit gelöst. Eine Fusion war nicht mehr notwendig. Neuer erster Vorsitzender wurde nach mehrjähriger, aus gesundheitlichen Gründen, ein-gelegter Pause, wieder Georg Korzendorfer, der versuchte, den Verein wieder in die "richtigen Bahnen" zu lenken. Georg Korzendorfer bekleidete dieses Amt mit "Herzblut" bis zu seinem Tod im Jahr 2006.

Wie bereits in den letzten Jahren ging es auch in den kommenden zwei Jahren etwas "ruhiger" im Verein zu. 2007 entschloss man sich, das sportliche Geschehen wieder intensiver zu fördern. Eine Jugendmannschaft wurde ins Leben gerufen. Es wurde wieder an Wettkämpfen teilgenommen. Nicht nur die Jugend war mit Elan bei der Sache, sondern auch die Senioren. Sie gründeten eine Aufgelegt-Mannschaft, die zwischenzeitlich mit hervorragenden Ergebnissen glänzt.

Im Jahr 2009 wurde erstmals wieder ein Ortsvereins-Schießen abgehalten. Die Resonanz auf die Einladung war enorm. 14 Vereine nahmen am Wettkampf teil. Sieger wurde die Freiwillige Feuerwehr Marktleugast. Die Vorstandschaft beschloss, ab sofort alljährlich diese Veranstaltung wieder ins feste Programm der Schützengesellschaft aufzunehmen.

Im gleichen Jahr fand auch das erste Weinfest der Schützengesellschaft bei Musik und Tanz (Wein, Weib und Gesang) statt.

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